“Der Trend zur Nutzung von Web2.0-Anwendungen im Rahmen von Conventions wird sich in Zukunft weiter verstärken”
Kongressblogs, Fotospecials und Podcasts
Dass die Convention-Branche die zentralen Vorteile des Web 2.0 bereits erkannt hat, bestätigt auch Tom Schoener, Projektleiter und verantwortlicher Redakteur von jam&chips, einem Unternehmen, dass sich auf die Beratung, Konzeption und redaktionelle Content-Erstellung für Portale, Themen-Blogs und Corporate Sites rund um Messen, Kongresse, Konferenzen und Symposien spezialisiert hat. „Die einzigartige Multimedialität und Multidimensionalität, die zahlreiche Applikationen des Web 2.0 bieten, sind wie geschaffen dafür, Kongresse auf vielfältige Art und Weise zu begleiten und nach außen zu kommunizieren. Immer mehr Kongressveranstalter greifen mittlerweile auf die Möglichkeiten, die das dynamische Internet bietet, zurück. Ein positiver Trend ist eindeutig vorhanden.“ jam&chips bietet seinen Kunden zahlreiche innovative Möglichkeiten an, um das Web 2.0 individuell auf den jeweiligen Kongress abgestimmt zu nutzen. Den Vorstellungen der Veranstalter sind dabei praktisch keine Grenzen gesetzt. Messe- und Kongressblogs, Fotospecials, Messe- und Kongress-Podcasts, Video Experteninterviews und Livereportagen sind nur einige Tools aus dem Web 2.0, die das Team von jam&chips im Rahmen von Kongressen zum Einsatz bringt. „Wenn der Kunde es wünscht, beginnt unsere Arbeit auch schon einige Wochen vor dem jeweiligen Kongress. Dann richten wir entsprechende Weblogs ein, in denen Teilnehmer und Interessierte via Internet bereits im Vorfeld über den Kongress und branchenspezifische Themen diskutieren können. Solche Tools werden häufig angewendet, um noch vor dem eigentlichen Kongressbeginn ein öffentliches Interesse zu wecken und eventuell neue Teilnehmer zu generieren.“
Die eigentliche Arbeit von Tom Schoener und seinem Team findet während der Kongresse statt. Ausgangspunkt der redaktionellen Arbeit stellt dabei ein eigens für den Kongress erstelltes Webportal dar. Auf diesem Portal können schriftliche, visuelle, auditive und audiovisuelle Informationen rund um den Kongress minutenaktuell eingestellt und damit weltweit zugänglich gemacht werden. „Der Messe- und Kongressblog stellt eine einzigartige Möglichkeit dar, den Kongress aus seinem regionalen oder nationalen Verbund herauszuheben. Menschen auf der ganzen Welt können über das Internet praktisch live am Kongressgeschehen teilhaben und sämtliche Vorträge zu Hause am Bildschirm mitverfolgen“, erklärt Tom Schoener, „mittels Slide Share haben wir darüber hinaus die Möglichkeit, die Vortragsfolien einer Präsentation ins Netz zu stellen, auch Videoaufnahmen oder Fotos rund um das Kongressgeschehen können selbstverständlich auf Wunsch online erscheinen.“ Die einzigartige Multimedialität des Web 2.0 ermöglicht jedoch weitaus mehr, als lediglich die Inhalte eines Kongresses ins Internet zu verlagern, sie garantiert einen echten Mehrwert für Kongressbesucher, -veranstalter und Internetnutzer gleichermaßen. „Das Web 2.0 ist ein dynamischer Medienkanal, und auf diese Weise nutzen wir es auch für Kongresse. Die Internetnutzer haben die Möglichkeit, sich in die Online Diskussion einzuklinken und Fragen zum aktuellen Kongressgeschehen zu stellen. Ebenso binden wir die Kongressteilnehmer in unsere Berichterstattung ein. Unser Team führt Interviews mit den Experten vor Ort, fragt die Besucher nach ihrer Meinung und erstellt Reportagen rund um alle Ereignisse des Kongressalltags“, beschreibt Tom Schoener.
Und wie wird das Angebot angenommen? „Die Reaktionen sind durchweg sehr positiv. Die Kongressbesucher freuen sich und sind motiviert, dass sie nach ihrer Meinung gefragt werden und durch ihre Antworten etwas zur Gestaltung des Kongresses beitragen.“ Tom Schoener ist sicher, dass sich der Trend zur Nutzung von Webauf 2.0-Anwendungen im Rahmen von Conventions in Zukunft weiter verstärken wird. Insbesondere in der Archivierung und Speicherung von Wissen sieht er eine für Kongresse attraktive und zukunftsweisende Funktion des Web 2.0. „Auf Kongressen werden zahllose Informationen und massenhaft Fachwissen vermittelt. Doch Worte sind flüchtig, und auf diese Weise geht viel wertvolles Wissen einfach wieder verloren. Eine webbasierte und minutenaktuelle Berichterstattung erhält die Informationen und macht sie für einen praktisch unbeschränkten Zeitraum immer wieder abrufbar. Hier sehe ich einen klaren Trend für die Nutzung des Web 2.0 im Rahmen von Kongressen.“ Und mit dieser Meinung ist Tom Schoener nicht alleine.
YouTube EDu:
Wissen per Video – von harvard bis Stanford
So erlebt auch die Internet-Videoplattform YouTube gegenwärtig einen klaren Trend dahin, dass sie zukünftig stärker zur Informationsvermittlung und Wissensspeicherung genutzt zu wird. Henning Dorstewitz, Sprecher von YouTube beim Mutterkonzern Google, bestätigt, dass mittlerweile sogar spezielle You-Tube-Kanäle ausschließlich zur Web-2.0-basierten Veröffentlichung und Verbreitung von Wissen genutzt werden. Einen solchen Kanal stellt beispielsweise „YouTube EDU“ dar, der von zahlreichen Universitäten in den USA als Plattform zum Wissensaustausch genutzt wird. „Amerikanische Universitäten, darunter auch Eliteeinrichtungen wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), Stanford, Harvard oder Berkeley, nutzen den YouTube EDU Channel, um ihre Einrichtung zu präsentieren, aber auch um wissenschaftliche Inhalte oder sogar ganze Vorlesungen über das Internet öffentlich zugänglich zu machen“, so Dorstewitz, „auch wenn dies gegenwärtig hauptsächlich ein amerikanisches Phänomen darstellt, schwappt der Trend bereits nach Europa, und auch einige deutsche Hochschulen haben schon ihr Interesse an einer Teilnahme am YouTube EDU Channel angekündigt.“ Außer aus dem Bereich der Hochschulbildung werden auch zunehmend viele Videoclips auf der Internetplattform YouTube hochgeladen, die Tipps zu sämtlichen erdenklichen Problemen aus allen Bereichen des Lebens geben. Für diese sogenannten „Tutorials“ gibt es mittlerweile ebenfalls eine Vielzahl eigener Kanäle, wie zum Beispiel der des Content Providers „Expert Village“. „Auf dem Expert-Village-Kanal geben Tausende Experten und Hobbyexperten Anleitungen und Tipps zu allen erdenklichen Themen. Egal ob es sich um Wein, Mode, Kunst oder um die Herstellung original italienischer Pasta handelt, die rund 140.000 Clips kennen die Antwort auf fast jede Frage“, meint Henning Dorstewitz. Doch der Trend zum „Watch and Learn“ ist nicht alleine auf den Kanal von Expert Village beschränkt, sondern umfasst die gesamte Videoplattform YouTube. Tausende Privatleute, ebenso wie Profis und Spezialisten, stellen ihr Know-how der Öffentlichkeit per Videoaufnahme zur Verfügung. Dorstewitz erkennt hier einen klaren Trend für die Zukunft: „Man wird in Zukunft nicht mehr Seiten mit statischem Inhalt aufrufen, sondern sich einfach einen Clip anschauen, wenn man etwas wissen möchte. Gerade komplexere Inhalte und Abläufe lassen sich durch ein Video viel einfacher abbilden und schneller vermitteln.“
Das Videoportal YouTube ist darüber hinaus ein Beleg dafür, dass auch die internationale Convention-Branche den Trend zur Wissensvermittlung über das Web 2.0 erkannt und bereits genutzt hat. Videobeiträge zum Mobile World Congress, dem Deutschen Fachjournalisten-Kongress, dem TCM-Kongress und vielen mehr sind auf der Plattform abrufbar.
Hier finden Sie den ersten Teil des Artikels
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