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“Das Videostreaming macht den Kongress zu einer einzigartigen Erfahrung für alle Teilnehmer.”

Medium: m:con Visions – Das m:con-Magazin für die Kongress-Branche
Titel: Nicht nur bei YouTube: Kongressblog, Podcast und Live-OP – Die Kongress-Branche erobert das Web 2.0

Von Jennifer Scheuermann

Die Innovationen des Web 2.0 haben das Gesicht des World Wide Web vollkommen verändert und die Informationsvermittlung in sämtlichen Lebens- und Arbeits- bereichen revolutioniert. Informationen werden nicht mehr im herkömmlichen Lexikon, sondern in themenspezifischen Wikis recherchiert, die Anleitung für den perfekten Krawattenknoten findet man auf dem Internet-Videoportal YouTube, berufliche und private Kontakte werden über webbasierte Netzwerke gepflegt, und für sämtliche Fragen des gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Lebens findet man die passenden Antworten in einem der mittlerweile millionenfach existierenden Weblogs. Henning Dorstewitz von der Videoplattform YouTube zu m:con visions: „Wer etwas Bestimmtes wissen möchte, wird künftig nicht mehr Seiten mit statischem Inhalt aufrufen, sondern sich einen Clip anschauen.“

Der Trend Web 2.0 hat längst auch die Convention-Branche erreicht. Zahlreiche Veranstalter nutzen bereits zukunftsweisende Applikationen zur Gestaltung von Kongressen. Agenturen, die sich auf dynamischen Webcontent spezialisiert haben, entwickeln immer mehr innovative und kreative Möglichkeiten, Kongresse auf den multimedialen Internet-Kanälen zu kommunizieren. Auf der Web- 2.0-Videoplattform YouTube hat die Kongress-Branche unter anderem schon mit zahlreichen Expertenvideos Einzug gehalten.

Fernsehübertragung für Kongressteilnehmer

Schon seit 1991 arbeitet der ENDO CLUB NORD mit Videotechnik. Dieser als Fortbildungsforum konzipierte Kongress ist auch deshalb mehr als ein bloßer Treffpunkt und Ort des Austausches für renommierte Endoskopie-Experten, Ärzte, Pflegekräfte und Medizinstudenten aus aller Welt. Vielmehr werden im Rahmen des ENDO CLUB NORD die jüngsten Innovationen im Bereich der Endoskopie für die Kongressbesucher sichtbar gemacht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: 16 Operationen, die parallel in insgesamt drei Hamburger Kliniken stattfinden, werden live in das Congress Center Hamburg übertragen; dies ermöglicht es den rund 2.500 Kongressbesuchern, praktisch hautnah im Operationssaal mit dabei zu sein und die international führenden Endoskopie-Experten in Aktion zu erleben.
„Es läuft eigentlich alles genauso wie bei der Übertragung einesFußballspiels“, erklärt Thomas Brümmer, Leiter des Marketing-Service im Bereich medizinische Endoskopie bei Olympus Deutschland und langjähriges Mitglied im Planungsteam. „Vor den Kliniken steht jeweils ein Übertragungswagen. Gefilmt wird mit mehreren Kameras und in mehreren Operationssälen gleichzeitig. Das Livestreaming beginnt mit einer Anmoderation, in der das Krankheitsbild des Patienten kurz geschildert und die Diagnose erläutert wird. Das gesamte Material läuft dann zentral in der Regie zusammen. Dort wird entschieden, welche Bilder aktuell am interessantesten sind, und entsprechend wird zwischen den verschiedenen Kameras hin und her geschaltet.“ Um diesen technischen Aufwand zu bewältigen sind neben modernster Kameratechnik auch rund 30 AV-Techniker, Kommunikationstechniker und Kameraleute notwendig.
„Das Videostreaming macht den Kongress zu einer einzigartigen Erfahrung für alle Teilnehmer. Kein Vortrag, keine Grafik und keine Statistik schafft es, so viele Eindrücke und Informationen zu vermitteln wie eine Videoaufnahme. Jede einzelne Bewegung des Untersuchers wird von den Kameras eingefangen“, so Thomas Brümmer. Doch nicht nur Bildmaterial wird live in das Congress Center Hamburg übertragen, sondern auch die Erklärungen und Kommentare der agierenden Ärzte lassen die Kongressbesucher jeden einzelnen Arbeitsschritt nachvollziehen. „Die Regie kann während der Untersuchung auch mit den Ärzten sprechen und einige zentrale Fragen stellen. Damit die Untersucher sich jedoch ganz auf den Eingriff konzentrieren können, findet die ausführliche Diskussion mit den Kongressteilnehmern erst am darauffolgenden Tag im Congress Center Hamburg statt“, schildert Brümmer. Auch hier kommt das am Vortag erstellte Videomaterial zum Einsatz. Die wichtigsten Elemente der einzelnen Operationen werden den Kongress- teilnehmern im Zusammenschnitt gezeigt und anschließend gemeinsam mit den operierenden Ärzten erörtert und diskutiert.
„Ohne die Videoübertragung könnten nicht mehr als zwei Ärzte bei einer Unter- suchung hospitieren und den Untersuchern über die Schulter schauen. Unser Kongress gibt Tausenden gleichzeitig die Chance, die führenden Endoskopie-Experten aus aller Welt bei ihrer Arbeit zu beobachten“, beschreibt Thomas Brümmer die zentralen Vorteile einer Liveübertragung.

Lesen Sie hier Teil II des Beitrages

















































Einige dieser Projekte wurden unter dem Label "4iMEDIA Online Relations" realisiert; diese Unit ist heute Teil von "jam&chips - next generation content".