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“Im Fokus stehen fachlicher Austausch und branchenspezifische Diskussionen”

Eine Voraussetzung für den offenen Austausch im Daimler-Blog: Es gibt nur wenige Richtlinien für die Mitarbeiter, die freiwillig und ohne Vorgaben in ihrer Freizeit bloggen. Sie werden zudem namentlich und mit Foto vorgestellt. Die Personifi-
zierung stärkt die Authentizität.

Der Dialog ist indes kein Selbstzweck. „Die Offenheit, mit der unsere Mitarbeiter bloggen dürfen, fällt positiv auf das Unternehmen zurück“, sagt Blog-Manager Uwe Knaus.

Das Beispiel Daimler zeigt zudem, dass die Furcht vor einer Flut negativer Kommentare unbegründet ist. „Die Tonalität ist sehr konstruktiv“, fasst Knaus die Erfahrungen seit dem Start im September 2007 zusammen.

Auch die Resonanz kann sich für ein Business-Blog durchaus sehen lassen. Das Blog verzeichnet rund 60000 Seitenzugriffe pro Monat. Etwa jeder dritte Leser ist Mitarbeiter im Unternehmen. Damit wirkt das Weblog nicht nur imagefördernd nach außen, sondern erfüllt zugleich eine zweite Funktion. Es schafft Transparenz nach innen und wirkt damit motivationsfördernd und kommunikationsstiftend.

Der Charme von Coporate Blogs besteht darüber hinaus darin, dass sie sich für die unterschiedlichsten Zielgruppen und Aufgaben nutzen lassen, wenn sie die Spielregeln des Dialogs beherrschen. So schreibt im Saftblog (www.saftsblog.de) der Kelterei Walther Unternehmenschefin Kerstin Walther selbst über die Nöte und Erfolge eines Mittelständlers und beobachtet als Folge unter anderem eine Intensivierung der Kontakte zu Kunden und möglichen Kooperationspartnern.

Anders Payback: Das Loyality-Programm nutzt das Weblog (www.payback-blog.de) bewusst auch als zusätzlichen Kanal für Meldungen zum Kundenkartenprogramm. Dies akzeptieren die Leser, weil das Blog gemeinsam mit der Payback-Community entwickelt wurde und sich fortlaufend als Forum für die Kunden begreift, das regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens erlaubt.

Das Dialog-Potenzial des Mediums lässt sich durchaus auch Event-orientiert nutzen. Beispielsweise durch Messe-Blogs, die jenseits der Ausstellerstände Einblicke über Messe und Produkte für Nichtbesucher und Spätbucher bieten. Gerade hier eröffnen zusätzliche audiovisuelle Beiträge die Chance, zeitnah Stimmungsbilder und Informationen zu transportieren und die redaktionelle Attraktivität zu steigern.

So schuf beispielsweise die Messe Friedrichshafen mit Blog.tuningworld-bodensee.de eine Plattform für den Austausch der Tuning-Szene. Das Event-Blog kann so zu einem Vehikel für einen erweiterten Dialog zwischen Ausstellern und Besuchern werden – auch über die Messetage hinaus.

Der Austausch mit Fachpublikum im Blog kann obendrein die konventionelle Pressearbeit ergänzen. „Sehr spezialisierte Blogs werden oft von Fachjournalisten gelesen und über Monate hinweg verfolgt. Und diese transportieren dann relevante Informationen in die Printmedien“, beobachtet 4iMEDIA Inhaber Schönewerk. Selbst in diesem Fall aber müssen sich die Unternehmen vom reinen Mitteilungscharakter ihrer Informationen im Blog verabschieden. Entscheidend für die Akzeptanz sei, dass „der fachliche Austausch und branchenspezifische Diskussionen im Fokus stehen“.

Hier finden Sie den ersten Teil des Artikels

















































Einige dieser Projekte wurden unter dem Label "4iMEDIA Online Relations" realisiert; diese Unit ist heute Teil von "jam&chips - next generation content".