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“Messe-Blogs sind schneller als jede PR-Abteilung”

Medium: Fachzeitschrift ‘Convention International’
Titel: Event Blogs – interessantes Kommunikationstool für Veranstaltungen? (Teil II)

[Fortsetzung] … Wie fast immer, gibt es natürlich auch hier einige Nachteile zu bedenken: Der Nutzen des Blogs hängt in entscheidender Weise von der Kompetenz der Online-Redaktion ab. Bei Inhouse-Lösungen müssen zusätzliche Kapazitäten vorhanden sein – und zwar permanent! Je umfangreicher das Blog-Angebot im Vorfeld, um so geringer u.U. der Anreiz, eine Veranstaltung noch persönlich zu besuchen.

Ein Veranstaltungs-Blog bietet somit die Möglichkeit, schon vor dem Event mehr über die Zielgruppe(n) zu erfahren und eventuelle Wünsche umzusetzen. „Durch die gezielte Vorberichterstattung kann eine Messe schon Monate im Voraus in den Fokus gerückt werden“, sagt Luise Jahn, „außerdem wächst durch die Möglichkeiten der direkten Kommunikation die Besucherbindung. Im Endeffekt bedeutet das höhere Besucherzahlen für die Veranstaltung.“

Doch liegen die Benefits nicht nur im Vorfeld. Auch während und nach dem Event ist der Blog als Kommunikationsplattform verfügbar, auf der diskutiert und womöglich schon auf das nächste Ereignis neugierig gemacht werden kann. Im neuen Mitmach-Internet Web 2.0 kann der Kontakt zur Zielgruppe jederzeit gehalten werden und das auf Dauer: Ein Event Blog ist beliebig lange im Netz zu finden und bietet dadurch eine nachhaltige Dokumentation.

Diese Dokumentation geht übrigens über die reine Textform weit hinaus, denn es gibt keinerlei Grenzen für Darstellungsformen. Von normalen Texten über Fotos bis hin zu Audio-Beiträgen („Podcasts“) und sogar Videos („Vodcasts“) ist alles möglich. Auch das natürlich schon lange im Voraus: So kann der Kontakt zu potentiellen Teilnehmern sukzessive verstärkt und als Kommunikations- und Werbeplattform genutzt werden.

Die Inhalte sind überdies permanent für die Öffentlichkeitsarbeit verfügbar. „Blogger sind schneller als jede PR-Abteilung“ hat Robert Kerschen- steiner, Direktor der PR-Agentur Hotwire, in der FAZ den Nagel auf den Kopf getroffen. Man braucht dazu allerdings Online-Redakteure, die das Ganze pflegen und ständig spannende Themen finden – eben immer neue Beiträge, die auf den Event neugierig machen. Und so wird ein komplettes System daraus:

Während der Veranstaltung berichten Blog-Reporter live über Haupt-, Neben- und Rahmenprogramme; mit Reportagen, Bildern, Interviews, Umfragen. Schnelligkeit ist alles – und eine gute Präsenz. „Event Blogs werden vor, während und kurz nach einer Veranstaltung kontinuierlich um neue Berichte ergänzt“, beschreibt Luise Jahn das Verfahren etwa bei Tagungen, „dazu sitzen Online-Redakteure im Auditorium und fangen neben aktuellen News und Berichten auch die Stimmung der Teilnehmer ein.“

Besonders interessante Aussagen etwa aus Debatten werden sofort veröffentlicht, Vorträge und Referate noch vor Ort redaktionell zusammengefasst. Redakteure führen in den Pausen Gespräche mit Organisatoren und Referenten oder fragen Experten nach aktuellen Kommentaren. Um den Event Blog abzurunden, können neben Bildern von der Veranstaltung die Vorträge und Referate zum Download ins Netz gestellt werden – lange bevor klassische Medien berichten (können).

Übrigens: Das Kommunikationsinstrument Weblog bekommt als ,innovative Wissensquelle` immer mehr Akzeptanz. 68 Prozent der Nutzer glauben, in Blogs Informationen zu finden, die sie sonst nirgendwo finden – auch das hat die Studie der Universität Leipzig ergeben.

Hier finden Sie den ersten Teil des Artikels
und weitere Beiträge verschiedener Fachzeitschriften.

















































Einige dieser Projekte wurden unter dem Label "4iMEDIA Online Relations" realisiert; diese Unit ist heute Teil von "jam&chips - next generation content".