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“Messe-Blogs haben besonderen Charme”

Medium: Fachzeitschrift ‘Convention International’
Titel: Event Blogs – ein interessantes Kommunikationstool für Veranstaltungen?

Blog. Immer öfter taucht das Schlagwort des sogenannten Web 2.0 – des Mitmach-Internets – auf. Was sich phonetisch noch nach Science Fiction anhören mag, ist längst Realität und die Abkürzung Weblog als wiederum Zusammensetzung aus Web und Logbuch. Am besten können Blogs also als Internet-Tagebücher oder auch als Internet-Magazine beschrieben werden. Dabei drängt sich die Frage nach der speziellen veranstaltungstechnischen Nutzbarkeit auf.

Luise Jahn, Leiterin von „jam&chips“ aus Leipzig ist überzeugt: „Event Blogs sind ein neues Marketinginstrument für Veranstaltungen aller Art, das durch den Schwerpunkt der Vorberichterstattung Besucher und Aussteller schon im Vorfeld an die Veranstaltung bindet.“

Einsetzbar sind diese Web-Magazine gerade in der Event-Branche prinzipiell überall. Ob für Messen, Kongresse oder andere Veranstaltungen – Event Blogs haben den besonderen Charme, dass sie eine gezielte Vorberichterstattung ermöglichen und Veranstaltern so bei der frühzeitigen Vermarktung helfen.

Anders ausgedrückt: Event Blogs sind (noch) ein Alleinstellungsmerkmal, das die Aufmerksamkeit weit vor dem eigentlichen Termin auf die Veranstaltung zu lenken vermag. Diese Art des Marketings wird immer stärker akzeptiert: Mittlerweile besucht fast jeder zehnte Internetnutzer regelmäßig Weblogs, so eine neue Studie der Universität Leipzig. Vorboten des herauf ziehenden Web 2.0-Zeitalters, dessen Zauberwort „Interaktivität“ heißt – allerdings überall und jederzeit! Mitmach-Internet, frühe Interessenten-Einbindung und damit direkt am Puls der Zielgruppe sein – die Vorteile liegen auf der Hand.

Keine Brüche mehr im Kommunikationsfluss: Die Statistik stützt den Trend. 56 Prozent der deutschen über 14 Jahre sind im Netz unterwegs, wobei sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Internetnutzer verzehnfacht (!) hat, wie eine aktuelle ARD/ZDF-Online-Studie besagt. Rasant steigt die Zahl derer, die im Web nach Hintergrund-Infos, Anregungen und Neuigkeiten suchen. Gerade Fachblogs sind hierbei offenbar Impulsgeber für Ideen und dienen als Grundlage der Meinungsbildung – weiteres wichtiges Ergebnis der bereits erwähnten Leipziger Uni-Studie.

Denn im Gegensatz zu „konventionellen“ Homepages sind Blogs alles andere als statisch. Sie bieten die Möglichkeit zum ständigen Dialog etwa mit Ausstellern, Besuchern, Organisatoren, Partnern und Sponsoren und über eine Kommentarfunktion kann man direktes Feedback hinterlassen. Dank Besucherbeiträgen und -fragen ist der Veranstalter immer ganz nah „dran“.

Die Antwort auf die Frage des Leitartikels heißt „Ja“ – mit einem kleinen „aber.“ Blogging verheißt tatsächlich etliche Vorteile, die z.T. jahrzehntealte “Kommunikationskrankheiten” heilen können.

Wichtige Aspekte sind:

  • Eine inhaltlich aussagefähige Vorfeld-Berichterstattung aller Veranstaltungsmodule löst endlich die verbreitet dürren Alibi-Angaben ab.
  • Dadurch lässt sich die Notwendigkeit einer Teilnahme wesentlich verlässlicher abschätzen und im Zweifelsfall Zeit und Geld sparen.
  • Man kann das Veranstaltungsangebot produktiv nutzen, auch wenn eine persönliche Teilnahme nicht möglich ist.
  • Veranstaltungen können live von jedem anderen Ort aus verfolgt werden, man kann sogar mit Geschäftspartnern kommunizieren, ohne zwingend anwesend sein zu müssen.
  • Statt erst nach einem mehrtägigen Marathon durch Presse- und PR-Abteilungen wird das Veranstaltungsergebnis der Öffentlichkeit dann bekannt, wenn es interessiert – sofort.
  • Zur Beurteilung einer Veranstaltung sind unabhängige Stimmungsbilder valider als die üblicherweise präsentierten, ausgesuchten Exklusiv- antworten.
  • Durch Vorab-Dialog können Kongressprogramme auf das tatsächliche Informationsbedürfnis der Teilnehmer ausgerichtet werden, das nicht unbedingt identisch mit dem des Veranstalters sein muss…


Lesen Sie hier Teil II des Fachbeitrages über Event- & Messe-Blogs

















































Einige dieser Projekte wurden unter dem Label "4iMEDIA Online Relations" realisiert; diese Unit ist heute Teil von "jam&chips - next generation content".